Style-Guide für Männer

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Ein Mann muss danach streben sich ständig zu verbessern – eine der Qualitäten, die das Mannsein ausmachen. Daher gefällt mir dieses Zitat von Oscar Wilde besonders gut – kurz, prägnant, aber die Essenz erfassend. Wir werden uns in diesem Beitrag erst mal um das Aussehen kümmern, eine Kategorie, so scheint es, die zwar wesentlichen Einfluss auf den ersten Eindruck ausübt, jedoch vielen Männern große Schwierigkeiten bereitet.

Oft heißt es, Leute die Andere aufgrund des Äußeren beurteilen, seien hohl, oder man hört „auf die inneren Werte kommt es an.“ Nun, die Realität ist, wir, nämlich wir alle, schauen, um uns einen ersten Eindruck einer Person zu machen, zuerst aufs offensichtliche – das Äußere. Eigentlich nur logisch, das Innere wird sich erst über längere Zeit erkennbar zeigen, vielleicht auch im Verborgenen bleiben. Äußerlichkeiten sind augenscheinlich.

Ich falle gleich mit der Tür ins Haus – der mit Abstand wichtigste Faktor, um mit einem Outfit einen positiven Eindruck zu hinterlassen, ist der Sitz. Hemd, Hose, Blazer, was auch immer, sollten sitzen und zwar gut und relativ anliegend. Egal wie toll, edel und gut verarbeitet ein Kleidungsstück ist, flattert es, oder sitzt es wie ein Sack ohne Form und Kontur, wird es schlecht oder schlampig aussehen. Somit ist der allererste Schritt, seine Größe und jene Marken, deren Schnitt einem gut passt, zu finden. (ohne Werbung zu machen, sind für größere, eher schlanke Menschen wie mich z.B. Calvin Klein, Massimo Dutti, Suitsupply Brands to go)

Haben wir unsere Größe und den passenden Schnitt gefunden, geht es darum festzulegen, welche Essentials der Mann von heute in seiner Gaderobe haben sollte. Essentials, im Sinne von grundlegende Kleidungsstücke, die wirklich jeder Mann haben sollte, Raum für Individualität oder Extravaganz bleibt natürlich darüber hinaus noch immer.

Schuhe

Schuhen werden oft unterschätzt, aber ich bin fest der Meinung ein Schuh kann ein gutes Outfit zu einem tollen machen, es aber auch zerstören. (Gürtel und Schuhe müssen farblich abgestimmt sein) Daher gibt es 3 Kategorien Schuhe die jeder Mann besitzen sollte.

Anzug-Schuhe


Jeder Mann sollte auf alle Fälle einen guten schwarzen Anzug-Schuh besitzen. Wichtig – hier sind nicht unbedingt große Experimente gefragt. Ein schlanker Oxford  erfüllt mehr als seinen Zweck und ist ein Must-Have für die Abendgarderobe eines jeden Mannes.

Persönlich bin ich ein absoluter Fan von braunen Schuhen, die etwas gewagtere Variante des Anzug-Schuhs wären hierbei Brogues.

Stiefel


Ebenfalls sehr universell einsetzbar sind gute Stiefel. Auch hier finde ich klassisch, schlicht sehr gut. Chelsea Boots sind eine gute Wahl.

Freizeit-Schuhe


Gut fährt man sicher mit Mokassins im Yacht-Style. Ist man sportlich unterwegs, spricht auch wenig dagegen, sportliche Schuhe zu wählen.

Bitte keine Stefan Petzner Gedächtnis-Sneaker, oder rote Schuhe. Auch hier ist weniger oft mehr. Ein sportlicher Schnürer oder schlichter Sneaker erfüllen ihren Zweck. Hier darf man sich aber auch schon etwas ausgefallenere Varianten zutrauen. Mir persönlich gefallen z.B. Yeezys.

Jeans

Im Prinzip gibt es hier wenig zu sagen. Jeans sind wiederum universell einsetzbar und man(n) sollte zumindest eine dunkelblaue (wenig bis keine Verwaschungen), eine hellere (hier kann man ruhig etwas legerer unterwegs sein) und eine schwarze Jeans besitzen, um verschiedene Kombinationen zu ermöglichen und etwas Variation hineinzubringen. Vermeide auf alle Fälle Jeans im Bootcut-Stil, Slim-Fit oder Straight-Fit sind die besten Schnitte, je nach Körperbau.

Chinos

Persönlich sind mir Stoffhosen lieber als Jeans. Sie bieten einen größeren Tragekomfort und sehen gleichzeitig edel aus. Chinos gibt es natürlich in unzähligen Farben. Persönlich trage ich gerne blaue Hemden und eher dunkle Chinos.

Shorts

Außer beim Sport, im Freibad, am Strand, oder im Hochsommer, haben Shorts in deinem Repertoire nicht viel verloren. Du bist ein erwachsener Mann, Shorts sind nur selten angemessen.

T-Shirts

Schwarz, Grau, Weiß und Blau. T-Shirts in diesen Farben sollte jeder Mann sein Eigentum nennen können. Auch hier bin ich ein Fan von Minimalismus, vermeide große Logos oder Prints.

Hemden

Hier ist der Sitz ebenfalls extrem wichtig und Slim-Fit für viele Männer wohl eine gute Wahl. Generell ist noch zwischen Business-Hemd (ohne Brusttasche) und Casual-Hemd zu unterscheiden. Besitze auf jedenfall ein blaues und ein weißes Hemd. Kurzarm-Hemden haben in deiner Garderobe keinen Platz, man kann Langarm-Hemden ebenso aufkrempeln und sie sehen gleichzeitig edler und eleganter aus.

Polos

Wie bei Hemden ist hier die Passform schon die halbe Miete. Durch Polos lässt sich auch die Kreativität und Individualität ausdrücken. Man kann hier experimentierfreudiger vorgehen und auch mal helle Farben oder einen abgesetzten Kragen riskieren.

Anzüge

Dunkel-Grau, Grau und Blau sind die Richtfarben. Bei Anzügen gibt es sehr viele Feinheiten und eventuell schreib ich in Zukunft einen Beitrag, der diese näher beleuchtet. Lass dich beraten, jeder Mann braucht den einen perfekten Anzug und das erreichst du am Besten mit einem Gang zum Herrenausstatter mit geschultem Personal.

Jackets

Auch das ist ein riesiges Thema, das ich jetzt nur kurz anschneide. Peacoat, Mantel, Blazer, Parka, Blouson, … Die Möglichkeiten sind riesig, ich bin kein Fan von Jeans-Jacken, allerdings gibt es auch hier gut passende Beispiele. Die klassische Lederjacke kann natürlich auch immer getragen werden.

 

P.S.: Schuhe und Gürtel müssen zusammenpassen und die Kleidung gut sitzen. Allein diese zwei Grundsätze werden dich besser aussehen lassen. Hab keine Angst davor, der bestgekleidete Mann im Raum zu sein.

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Trump – Meister der Selbstverteidigung

Donald Trump – 45. US-Präsident, oder doch nicht? Ungereimtheiten soll es gegeben haben bei der Auszählung. Droht den USA gar ein Österreich-Szenario?

Aber beginnen wir chronologisch. Man kann von Trump halten was man will, und beileibe ja, der Mann bietet genug Angriffsflächen. Doch bei all den hochkochenden Emotionen und dem Schaum vorm Mund, den man förmlich durch den Bildschirm hindurch bei so manchem Journalisten spüren kann, muss man dem Mann eines lassen – er ist die Souveränität in Person. Zumindest dies eine Qualität, macht ihm zu einem guten Rollenbild für uns Männer.

Niemand muss ihn mögen, oder seine Ansichten gut finden. Aber wir können von ihm lernen und eine durchaus wichtige Lektion noch dazu. Denn die Fähigkeit schwierige Situationen zu meistern und auch in Drucksituationen, oder in Situationen der Konfrontation die Oberhand zu behalten, sollte eine essentielle Waffe im Arsenal eines jeden Mannes sein.

Eins der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste Gut eines Mannes ist sein Status. Diesen gilt es zu verteidigen.

Mir kam der Gedanke zu diesem Beitrag, beim Lesen eines Die Presse Artikels.

Wie bereits zu Beginn erwähnt, hat Donald Trump die US-Wahl gegen Hillary Clinton für sich entschieden. Soweit so gut, wären da nicht eben jene Gerüchte über Ungereimtheiten bei der Auszählung in einzelnen Bundesstaaten aufgekommen.

Ein gefundenes Fressen für die Medien.

Dann passiert etwas Überraschendes am heutigen Tag. Trump meldet sich zu Wort. Er zweifelt die Korrektheit der Wahl nun ebenso an. Wäre alles korrekt abgelaufen, hätte er eben diese noch souveräner gewonnen. Abermals erntet der „ach so dumme“ Trump Spott und Häme. Aber wieso tut er das?

Nun, weil es ein mehr als genialer Schachzug war. Trump wird weiter twittern, beinhart und direkt. Weil dieser „dumme, dumme Mensch“ die Medien der Jetztzeit versteht. Er versteht wie Menschen funktionieren und weiß diese Tatsache exakt für sich zu nutzen.

Durch diese Gegenoffensive, nimmt er den Gerüchten nämlich nicht nur den Wind aus dem Segel, sondern wendet den einstigen Vorwurf auch noch geschickt so, dass man glauben könnte, er, Trump, sei derjenige, der hier durch ein unlauteres Vorgehen geschädigt wurde. Diese Taktik hätten hier wohl nicht viele angewandt – ein wahrer Meister der Selbstverteidigung (ich plane noch einen Beitrag, indem auf mehrere Techniken eingegangen wird, doch heute ist es schon spät).

Abschließend sei noch jenen, die sich über die intellektuelle Ausstattung anderer hermachen, gesagt – wer so ein Verhalten notwendig hat, ist wohl oft selbst nicht der hellste Stern am Firmament.

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Der Untergang des Mannes

Feminismus hat, so wird zumindest argumentiert und behauptet, einen noblen Grundsatz – Chancengleichheit. Eine Gleichheit der Chancen ist nicht nur wünschenswert, sondern sollte vielmehr fest verankert sein in den Werten einer modernen Gesellschaft.

Warum also diese polemische Überschrift? Bin ich ein Sexist? Ja hasse ich etwa gar Frauen?

Mitnichten. Ich verabscheue allerdings den Weg, den der Feminismus mit zügigen Schritten beschreitet, die zwanghafte Gleichmachung, aber noch viel mehr das negative männliche Rollenbild, dass heranwachsenden Jungen dadurch vermittelt und eingetrichtert wird.

Kein Mensch sollte schlecht behandelt, unterdrückt oder bedroht werden. Aber das sind keine feministischen Denkweisen, sondern eine humanisitische. Ich bin Humanist und Anti-Feminist und aufgrund der ideologischen Radikalität und Unsachlichkeit, die der moderne Feminismus zur Schau trägt, passt das auch bestens unter einen Hut.

Entgegen der immer öfter als gültig angesehenen feministischen These, wonach Frauen und Männer gleich seien, zeigen uns simple, empirisch überprüfbare, biologische Fakten, dass dies nicht der Fall ist, ja gar nicht der Fall sein kann. Dies wiederum, ist absolut nicht als wertend zu verstehen. Beide Geschlechter besitzen Fähigkeiten, die dem des anderen Geschlechts überlegen sind und umgekehrt.

Maskuline Qualitäten werden in unserer Kultur entweder verteufelt, schlecht oder sogar lächerlich gemacht. Wer in letzter Zeit einen Disney-Film oder Hollywood-Film gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Der Mann ist darin meist der dümmliche Idiot, der mit viel Glück am Ende vielleicht doch seinen Traumfrau bekommt.

Das weiblich dominiertes Schulsystem tut sein übriges. Die für Jungen nicht ungewöhnliche Aufgewecktheit und explorative Natur, aus der sich mit richtiger Förderungen maskuline Werte wie Stärke, Zielstrebigkeit und Unabhängigkeit entwickeln, werden meist als bestenfalls störend abgetan, schlimmstenfalls medikamentös unterbunden.

Male:female ratios in child and adolescent ADHD (n=1,478) by European country

Das Verhältnis an männlichen und weiblichen Kindern unter Behandlung wegen eines Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms.

Kein Wunder also, dass mehr junge Männer an einer Identitätskrise leiden als je zuvor. Doch nicht nur das, auch Frauen sind derweilen unglücklicher denn je, erfolgreiche Beziehungen eine Seltenheit. Mit dieser zwanghaften Gleichmachung der Geschlechter, oft sogar mündend in einem aufs Podest Stellen der Frauen, wandeln viele Männer aus Mangel an Wissen (woher auch – Vorbilder sind rar gesät) quasi wie auf rohen Eiern. Dieses unmännliche Verhalten führt oft dazu, dass Frauen mehr in die Männer Rolle gedrängt werden, als ihnen selber lieb ist.

Grundsätzlich beruhen viele, um nicht zu sagen fast alle, meiner Ansichten und Thesen, die sich für mich bewährt haben, auf dem Grundsatz der Ungleichheit der Geschlechter und – um den Ansatz weg vom Thema Mann und Frau zu bringen – auf einem rational, kritischen Verständnis, Dinge zu hinterfragen und möglichst logisch und evidenzbasiert vorzugehen.

Somit soll dieser Blog eine Hilfestellung, wohl vor allem für jüngere Männer (auch ältere Semester sind natürlich willkommen) sein, um den Weg des Mannwerdens mit Anleitung, Begleitung und Unterstützung zu beschreiten. Kurz – um eine positive maskuline Identität zu erlangen. Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

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